Weiterbildung in transaktionsanalytischer Beratungskompetenz

im Arbeitsfeld Sozialpsychiatrie


2010 erkannte die Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA) erstmals

arbeitsfeldspezifische Curricula an, die mit einem DGTA-Zertifikat abgeschlossen werden.

Somit startete in 2010 eine
Weiterbildung in transaktionsanalytischer Beratungskompetenz

im Arbeitsfeld Sozialpsychiatrie,
eine Kooperation des TA-Seminars Reutlingen mit dem ISFA.

 

Die Weiterbildung richtet sich an zukünftige und gegenwärtige MitarbeiterInnen des sozialpsychiatrischen

Arbeitsfeldes. Sie fördert deren Fach-, Beratungs- und Handlungskompetenz durch Kenntnis und

praktische Umsetzung transaktionsanalytischer Konzepte und Methoden mit dem Ziel die Arbeit flüssig und zum Wohle der Klienten wie auch der Professionellen zu gestalten.


 

Praxisbezüge werden hergestellt zu dem jeweiligen Hilfesystem, in dem sich die TeilnehmerInnen bewegen. Die vermittelten Konzepte und ihre praktische Umsetzung führen dazu, dass die TeilnehmerInnen ihre Klienten sowohl bei der Klärung der Problemlagen als auch beim Entscheidungsprozess konstruktiv unterstützen können. Dies bereitet neues Verhalten und Handeln vor.


 

Der Ansatz ist beziehungs- und ressourcenorientiert.

 



Inhalt

Die Weiterbildung gliedert sich in drei Teile mit folgenden Schwerpunkten


 

 

 

•    Theoretische Grundlagen der TA


 

 

 

•    Vertiefung


 

 

 

•    Transfer und Integration in die Praxis

 

 

 

 

 

Theoretische Grundlagen:

 

 

 

Ich – Zustände und Ich – Zustandsmodelle


 

 

 

- Welche Ich-Anteile sind in mir und anderen wirksam? Wie gehe ich damit um?

 

 

 

 

 

Transaktionen und Kommunikationsregeln


 

 

 

- Was passiert zwischen mir und dem anderen und wie wirkt es?

 

 

 

 

 

Vertragsarbeit


 

 

 

-  Wie komme ich mit KollegInnen und KlientInnen zu produktiven und sinnvollen Vereinbarungen?

 

 

 

 

 

Grundhaltungen und Grundbedürfnisse


 

 

 

- Wie fördert die Kenntnis meiner Einstellung zu mir selbst und zum Gegenüber den Fluss in meiner Arbeit? Wie erleichtert die Kenntnis menschlicher Grundbedürfnisse den Kontakt?

 

 

 

 

 

Drama – Dreieck und Lebenspositionen


 

 

 

- Welche Rollen und Grundhaltungen nehme ich ein und wie wirkt sich das aus?

 

 

 

 

 

 

 

Vertiefung:


 

 

 

Zeitgestaltung und Strokes (Zuwendung)


 

 

 

- Wie verbringe ich meine Zeit und wie sorge ich für Zuwendung? Und wie tun das meine Klienten?-

 

 

 

 

 

Diagnostik


 

 

 

Bezugsrahmen und seine Erhaltung / Passivität und Symbiose


 

 

 

-  Wie sorgen wir dafür, dass sich nichts verändert und wir in unserer vertrauten Grundhaltung bleiben? Was können wir anders machen?

 

 

 

 

 

Gruppenkonzepte


 

 

 

- Was passiert in Gruppen? Wie können wir mit Gruppenprozessen sinnvoll umgehen?

 

 

 

 

 

Spielanalyse

 

 

 

-  Was passiert mir immer wieder und welche Handlungsmöglichkeiten habe ich, sowohl im Team als auch mit Klienten?

 

 

 

 

 

Skript


 

 

 

- Kennenlernen der Anteile des unbewussten Lebensplans und Ausblick auf  Veränderungsmöglichkeiten

 

 

 

 

 

Transfer und Integration in die Praxis:


 

 

 

Beratungsplanung


 

Arbeiten im Team und im gemeindepsychiatrischen Kontext


Vertragsarten in der sozialpsychiatrischen Arbeit


Gesprächsführung


Krankheitsbilder


 

 

 

 

Ergänzend zu dem Kerncurriculum sind spezifische Seminare bei
Transaktionsanalytikern zu belegen, die Aspekte des sozialpsychiatrischen
Arbeitsfeldes behandeln (Krankheitsbilder,

 

 

 

Suizidalität, Kinder psychisch
kranker Eltern, Arbeit mit Ehrenamtlichen, Emotionale Kompetenz, Nähe und
Distanz). Diese Seminare werden im Rahmen einer Kooperation mit dem ISFA
angeboten.
Alle Bausteine ergeben zusammen ein tragfähiges Gerüst für die praktische
Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen mit einer Spannbreite an Zugangs-und
Sichtweisen, die den Handlungsspielraum der TeilnehmerInnen erweitern.

 

 

 
Methoden

Theorievermittlung
Kleingruppenarbeit
Fallarbeit in der Gruppe und in Dyaden
Übungen zur Selbstreflexion und Selbsterfahrung
gemeinsamer Praxistransfer

 

 


Zeitstruktur

Die zweitägigen Seminare umfassen jeweils einen Theorieteil gemäß den
oben genannten Schwerpunkten. Es gibt Raum, um eigene
Supervisionsanliegen einzubringen und diese in der Gruppe, in Dyaden und
mit Unterstützung der Leitung zu klären.
Jährliche Reflektionsgespräche über die persönliche Zielsetzung und die
Schritte dorthin runden den Prozess ab.


Abschlusszertifikat und Anerkennung

Die Weiterbildung ist anerkannt von der Deutschen Gesellschaft für
Transaktionsanalyse (DGTA) und wird mit einem entsprechenden Zertifikat
abgeschlossen.
Eine spätere Anrechnung auf den Abschluss als zertifizierter
Transaktionsanalytiker ist möglich.


Leitung

Claudia Scheurenbrand, Dipl. - Pädagogin
Lehrende Transaktionsanalytikerin unter Supervision im Feld Beratung /PTSTA-C
20 jährige Erfahrung in der rehabilitativen Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen
Annegret Bleeser, Dipl. Soz. Pädagogin (FH)
Lehrende Transaktionsanalytikerin unter Supervision im Feld Psychotherapie /PTSTA-P
30 jährige Erfahrung in der rehabilitativen Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen
Organisation

 

Dauer und Kosten
Die Weiterbildung umfasst insgesamt 43 Tage, in einem Zeitraum von 3 Jahren und kostet ca. € 4.000,-.
Die Anmeldegebühr beträgt €80,- und wird angerechnet.


 

Beginn


 

Einstieg in die laufende Gruppe ist nach Einzelabsprache möglich.

 

Die nächste Weiterbildungsgruppe beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2013.


Kontakt und Anmeldung
Claudia Scheurenbrand    This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.      oder 07021-725337


Alles auf einen Blick

Unsere Kurse und Seminare sind in vier Gruppen mit den folgenden Schwerpunkten gegliedert. Der Buchstabe vor der Kursnummer kennzeichnet dies:

B-Kurs
"Schon gewußt? Manches vielleicht wieder vergessen?"
In diesen Kursen geht es um die Vermittlung und Auffrischung von Grundlagen, um den Erwerb von BASISKOMPETENZ. Die Teilnahme an solchen Kursen lohnt sich oft allein schon deshalb, weil die Entwicklung auch in der psychiatrischen Arbeit voranschreitet: Was vor Jahren noch Grundlage war, ist heute vielleicht schon ein "alter Hut".

A-Kurs
"Jenseits des Tellerrands geht`s weiter..."
Den eigenen bisherigen Horizont an Wissen und Handwerkszeug zu erweitern und der AUFBAU darauf, der zum Blick über den Tellerrand führt, erscheint uns wichtig, nicht zuletzt um sich Neugierde und Spaß an der Arbeit zu erhalten. Darum geht es in diesen Kursen. Stellen Sie sich vor, Sie wären Klient: Wen bräuchten Sie? Jemand, der Spaß an der Arbeit hat und neugierig ist?

C-Kurs
"Wie kann sich jemand verändern?"
("C", wie das englische "CHANGE") Manche wollen nicht "mit der Krankheit leben", sondern sie "loswerden". Was dann? Was kann helfen? In diesen Kursen werden Einblicke in Methoden der Therapie und der Rehabilitation vermittelt. Teilweise wird das ein "Hineinschnuppern" sein, um sich dann vielleicht für etwas Weiterführendes zu entscheiden.