A35  /  September – Oktober 2012

Persönlichkeitsstörung – eine schwerwiegende Diagnose?

 

Borderline-Persönlichkeit, Schizoide Persönlichkeit, Paranoide Persönlichkeit, Hystrionische Persönlichkeit, Dependente Persönlichkeit, Zwanghafte Persönlichkeit, Soziopathische Persönlichkeit - diese Begriffe beschreiben schwere Persönlichkeitsstörungen. In der psychiatrischen Differentialdiagnostik wird die Definition der „Persönlichkeitsstörung“ immer weiter aufgeschlüsselt. Im praktischen Umgang in verschiedensten Einrichtungen werden Klienten mit diesen Diagnosen oft als schwierig oder gar als für das psychiatrische Setting unpassend erlebt. Der Begriff der „Systemsprenger“ wird häufig für Klienten benutzt, für die wir nur schwer Umgangsstrategien oder gar therapeutische Maßnahmen entwickeln können.

 

Inhalte:

Definition des Begriffs „Persönlichkeitsstörung“ und Erklärung der     unterschiedlichen Aspekte

• Entwicklungspsychologische Betrachtung der Diagnose und sich daraus ergebende Beschreibung von
  Schutz- und Abwehrmechanismen (z.B. Spaltung)

• Darstellung von Umgangsstrategien, Alltagsstrukturierung und Definition der Teamarbeit in der Arbeit mit
  Menschen mit Persönlichkeitsstörungen (z.B.dialektisch-behaviourale Therapie)

• Verdeutlichung der Größenideen von Klienten und Mitarbeitern psychiatrischer Einrichtungen über den Umgang mit sog. „Systemsprengern“ oder anderen Menschen mit extrem schwierigem Verhalten.

 

Methoden:

Nach der Darstellung der theoretischen Grundlagen können die KursteilnehmerInnen diese anhand von Fallbeispielen auf Alltagstauglichkeit überprüfen. In Diskussionsrunden und Rollenspielen können Umgangsweisen geübt werden.

In Kleingruppen wird es möglich sein, die jeweiligen Teamsettings zu betrachten und Teamstrukturen zu diskutieren, um dem jeweiligen Setting angepasste Arbeitsmöglichkeiten zu entwickeln.

 

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen in psychosozialen Arbeitsfeldern

 

 

 

Raum & Zeit

 

1. Block: Do. 27.09. – Fr. 28.09.12

2. Block: Do. 18.10. – Fr. 19.10.12

 

im Tagungshaus Albgarten


 

Leitung

Beate Hill

 

 

Kursgebühr gesamt:  Gesamt 580.-€

(356.-€ zzgl.  224.-€ Seminarhauskosten)

 

 

Unsere Referentin

 

Beate Hill

Psychiatriekrankenschwester; Transaktionsanalytikerin; langjährige Praxiserfahrung in der klinisch-psychiatrischen und rehabilitativen Arbeit mit psychisch kranken Menschen.

 

zur Buchung

Alles auf einen Blick

Unsere Kurse und Seminare sind in vier Gruppen mit den folgenden Schwerpunkten gegliedert. Der Buchstabe vor der Kursnummer kennzeichnet dies:

B-Kurs
"Schon gewußt? Manches vielleicht wieder vergessen?"
In diesen Kursen geht es um die Vermittlung und Auffrischung von Grundlagen, um den Erwerb von BASISKOMPETENZ. Die Teilnahme an solchen Kursen lohnt sich oft allein schon deshalb, weil die Entwicklung auch in der psychiatrischen Arbeit voranschreitet: Was vor Jahren noch Grundlage war, ist heute vielleicht schon ein "alter Hut".

A-Kurs
"Jenseits des Tellerrands geht`s weiter..."
Den eigenen bisherigen Horizont an Wissen und Handwerkszeug zu erweitern und der AUFBAU darauf, der zum Blick über den Tellerrand führt, erscheint uns wichtig, nicht zuletzt um sich Neugierde und Spaß an der Arbeit zu erhalten. Darum geht es in diesen Kursen. Stellen Sie sich vor, Sie wären Klient: Wen bräuchten Sie? Jemand, der Spaß an der Arbeit hat und neugierig ist?

C-Kurs
"Wie kann sich jemand verändern?"
("C", wie das englische "CHANGE") Manche wollen nicht "mit der Krankheit leben", sondern sie "loswerden". Was dann? Was kann helfen? In diesen Kursen werden Einblicke in Methoden der Therapie und der Rehabilitation vermittelt. Teilweise wird das ein "Hineinschnuppern" sein, um sich dann vielleicht für etwas Weiterführendes zu entscheiden.