A90  /  September 2012

„Ich will nicht petzen, aber...“

Umgang mit Konflikten

 

Überall dort, wo Menschen sich begegnen, kann es zu Konflikten kommen. Auch in Wohngruppen und Tagesstätten sind sie an der Tagesordnung und Konfliktmoderation ist nicht wegzudenken, da ungelöste Konflikte die Gefahr eines Rückzuges erhöhen.

Für uns MitarbeiterInnen ist es wichtig eine eigene Haltung gegenüber Konflikten zu entwickeln, um den NutzerInnen eine „konfliktfreundliche“ Atmosphäre zu bieten. Darüber hinaus braucht jede Einrichtung bestimmte Umgangsformen, damit das Miteinander in der Gemeinschaft funktioniert. Regeln müssen im Alltag gelebt werden, damit sie Orientierung und Sicherheit bieten und eine angstfreie Atmosphäre schaffen, in der sich jede (r) wohlfühlen kann.

Da Konflikte auch vor den Teams nicht halt machen, sind auch wir, wie unsere KlientInnen gefordert, einen Umgang damit zu entwickeln. Dabei ist Supervision nur ein Mittel, das wir meist zu Rate ziehen, wenn sich die Situation schon zugespitzt hat. Welche Möglichkeiten es im Vorfeld gibt wird Teil der Fortbildung sein.

 

Inhalte:

  • Eigener Umgang mit Konflikten
  • Überprüfung der Umgangsformen mit Konflikten in der eigenen Einrichtung und ggf. neue Anregungen erhalten
  • Konfliktmoderation zwischen den NutzerInnen der Einrichtung
  • Teamkonflikte

 

Methoden:

Selbsterfahrung und Selbstreflexion,  Praxisbeispiele, Empowermentorientierte Übungen, Rollenspiele,  Elemente aus dem Psychodrama

 

Zielgruppe:

Menschen, die im sozialpsychiatrischen Kontext arbeiten und mit Konflikten konfrontiert sind.

 

 

Raum & Zeit

 

Mo. 10.09. – Di. 11.09.12

 

Im Tagungshaus Albgarten

 

Leitung

Verena Baur, Angie Miksa

 

 

Kursgebühr gesamt:  Gesamt 290,- €                                                (178,- €  zzgl. 112,- € Seminarhauskosten)

 

 

Unsere Referentinnen

 

Verena Baur

Dipl. Sozialarbeiterin (FH); Mitarbeiterin im Zentrum für Arbeit und Kommunikation Esslingen (VSP e.V. ), Entwicklung eines Konflikttrainings für Menschen mit einer psychischen Erkrankung im Rahmen eines Aktion Mensch Projektes, derzeit in Psychodrama Ausbildung

 

Angelique Miksa

Dipl. Sozialarbeiterin (FH); Mitarbeiterin im Zentrum für Arbeit und Kommunikation Esslingen (VSP e.V. ), Entwicklung eines Konflikttrainings für Menschen mit einer psychischen Erkrankung im Rahmen eines Aktion Mensch Projektes, Fortbildungen in traumasensibler Sozialarbeit, langjährige ehrenamtliche Tätigkeit bei Wildwasser e.V.

 

zur Buchung

Alles auf einen Blick

Unsere Kurse und Seminare sind in vier Gruppen mit den folgenden Schwerpunkten gegliedert. Der Buchstabe vor der Kursnummer kennzeichnet dies:

B-Kurs
"Schon gewußt? Manches vielleicht wieder vergessen?"
In diesen Kursen geht es um die Vermittlung und Auffrischung von Grundlagen, um den Erwerb von BASISKOMPETENZ. Die Teilnahme an solchen Kursen lohnt sich oft allein schon deshalb, weil die Entwicklung auch in der psychiatrischen Arbeit voranschreitet: Was vor Jahren noch Grundlage war, ist heute vielleicht schon ein "alter Hut".

A-Kurs
"Jenseits des Tellerrands geht`s weiter..."
Den eigenen bisherigen Horizont an Wissen und Handwerkszeug zu erweitern und der AUFBAU darauf, der zum Blick über den Tellerrand führt, erscheint uns wichtig, nicht zuletzt um sich Neugierde und Spaß an der Arbeit zu erhalten. Darum geht es in diesen Kursen. Stellen Sie sich vor, Sie wären Klient: Wen bräuchten Sie? Jemand, der Spaß an der Arbeit hat und neugierig ist?

C-Kurs
"Wie kann sich jemand verändern?"
("C", wie das englische "CHANGE") Manche wollen nicht "mit der Krankheit leben", sondern sie "loswerden". Was dann? Was kann helfen? In diesen Kursen werden Einblicke in Methoden der Therapie und der Rehabilitation vermittelt. Teilweise wird das ein "Hineinschnuppern" sein, um sich dann vielleicht für etwas Weiterführendes zu entscheiden.